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Holunderblüten

Duft noch junger Sommertage...

weiße, süßlich schmeckende Blüten,

länger werdende Tage und summende Bienen

Die Holunderblüte läutet für mich im Mai den Sommer ein. Darum freue ich mich jedes Jahr aufs Neue wenn der Hollerbusch zu Blühen beginnt. Sobald die Büsche am Wegrand weiße Blüten tragen, bin ich automatisch auf Sommer, Barfuß laufen und lange Abende im Garten eingestimmt. Die Blüten der Dolden sind kaum zu übersehen und nicht nur Bienen finden ihren süßen Duft gut. Bei uns wachsen die sogenannten Fliederbeeren überall um den Hof und am nahen Waldrand.



Wir sammeln die essbaren Blüten von Hand und konservieren den Duft des Sommers für leckere selbstgemachte Limonaden oder als Zutat für Cocktails auch in Form unseres selbstgemachten Sirups.

Die Limonade mischen wir im Verhältnis 4:1 mit Wasser. Wer es etwas süßer mag, kann auch im Verhältnis 3:1 mischen. 

Eine Zitronenscheibe dazu und ein paar Eiswürfel, fertig! 


Ein leckerer und schnell zubereiteter Aperitif ist der Holunder-Champagner:


40ml Holunderblütensirup auf Eis mit etwa 150ml Champagner oder Sekt aufgießen. Ein paar essbare Blüten als Deko ins Glas. 


Doch man kann die Blüten nicht nur trinken, sondern auch essen.

Gebackene Holunderblüten oder "Hollerkiache" - ein traditionell bayisches Gericht. Schon als Kind habe ich mich auf die kurze Zeit der Hollerblüte gefreut und diese mit unserem Opa fleißig am Waldrand gesammelt.

Unsere Mutter hat die Blüten dann direkt für uns in der Pfanne ausgebacken. Heiß und innig von uns Kindern geliebt, kam sie meistens gar nicht schnell genug mit dem Backen hinterher. 


Dazu taucht man die frisch aufgeblühten Dolden dazu in den Teig und backt sie kopfüber in heißem Fett aus. 

Man isst sie am besten ganz frisch, wenn sie noch warm sind mit Puderzucker oder Apfelmus - wirklich lecker!


GEBACKENE HOLUNDERBLÜTEN

ZUTATEN:

  • 16  Holunderblütendolden inkl. 10 cm Stiel
  • 4  Eier (Gr. M) 
  • 300 Mehl 
  • 1⁄4 helles Bier oder Weißwein
  • 1 Prise  Salz 
  • 1 Päckchen Vanillezucker 
  • Öl zum Ausbacken   
  • Puderzucker oder Apfelmus

SO WIRDS GEMACHT:

Blütendolden vorsichtig ausschütteln, um sie so von Schmutz oder kleinen Insekten zu befreien. Dann kurz , möglichst in kaltem Wasser schwenken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Tipp: Am Besten pflückt man vormittags an einem warmen Tag, dann ist das Aroma am stärksten. Meidet viel befahrenen Straßenrändern zum Sammeln und mindestens 10 cm Stiel an der Dolde lassen, damit man diese gut in den Teig tauchen kann.

Eier, Mehl, Bier oder Wein, Salz und Vanillezucker verrühren. Wer keinen Alkohol verwenden möchte, nimmt einfach die gleiche Menge Milch.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Blütendolden nacheinander in den Teig tauchen, etwas abtropfen lassen und portionsweise im heißen Öl 2–3 Minuten goldgelb ausbacken.

Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestäuben. Warm und frisch genießen. Nur die Blüten, nicht die Stiele essen.